Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Skip to main content

Rang 339 im Landkreis-Ranking zur Wirtschaftskraft für Harzkreis bestätigt Notwendigkeit weiterer Ostförderung

Harzkreis. Der Landkreis Harz liegt bei der Wirtschaftskraft im bundesweiten Vergleich aller 381 bewerteten Landkreise auf Rang 339 und gehört damit zu den fünfzig Schlusslichtern, die fast ausnahmslos in Ostdeutschland zu finden sind. Das ergab die nunmehr 15. Auflage des Landkreis-Rankings des Wirtschaftsmagazins »Focus-Money«. Im Vergleich der 14 Landkreise in Sachsen-Anhalt liegt der Harzkreis im unteren Mittelfeld. Spitzenreiter im Bundesland ist auf Rang 264 der Saalekreis, der Altmarkkreis Salzwedel bildet mit Platz 381 das Schlusslicht.

Die Harzer Linkspartei sieht sich durch die aktuellen Zahlen in ihrer Forderung nach einer deutlich stärkeren Förderung Ostdeutschlands und strukturschwacher Gebiete bestätigt. »Die Unterschiede zwischen Ost und West, zwischen strukturschwachen und Wachstumsregionen in Deutschland werden größer statt kleiner. Die bisherige Bundespolitik hat die Ungleichheit zwischen den Regionen noch befördert«, stellen die LINKE-Kreisvorsitzende Evelyn Edler und LINKE-Landtagsmitglied Monika Hohmann in einer gemeinsamen Erklärung kritisch fest.

Die Harzer Linkspolitikerinnen fordern einen deutlichen Kurswechsel in der Steuer-, Finanz- und Wirtschaftspolitik. »Gegen die niedrigere Wirtschaftskraft im Osten, gegen die höhere Erwerbslosigkeit und die Abwanderung helfen gut bezahlte Arbeit, höhere Renten und ein Solidarpakt III zur gezielten Förderung strukturschwacher Regionen, zu denen auch die Harzregion zählt. Kleine und mittlere Unternehmen müssen durch eine neue Investitionszulage wirksamer gefördert und der in den Städten und Gemeinden unübersehbare Investitionsstau an Kitas, Schulen, Straßen und Brücken abgebaut werden.« Die Politik der verlängerten Werkbänke und der Billiglöhne hingegen sei endgültig gescheitert, erklären Edler und Hohmann abschließend.

Die Wirtschaftskraft der bundesweit 381 Landkreise wurde laut Focus-Money anhand von sieben Faktoren gemessen: Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP), Arbeitslosenquote, Bevölkerungswachstum, Erwerbstätigenentwicklung, Investitionen im verarbeitenden Gewerbe, Bruttowertschöpfung und verfügbares Einkommen. Basis waren Daten der Statistischen Landesämter sowie der Bundesagentur für Arbeit für das Jahr 2016.