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Gewalt in der Erziehung ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft

Zum Tag der gewaltlosen Erziehung erklärt die kinder- und familienpolitische Sprecherin Monika Hohmann:

„Der 30. April erinnert jedes Jahr an Kinder, die auch heute noch Gewalterfahrungen in ihren Familien machen müssen. Er ist Botschaft und Mahnung an Erwachsene und Eltern, ihre Kinder ohne Gewalt großzuziehen.

Die Zahlen sind zwar rückläufig aber auch heute ist der Klaps auf den Po die am häufigsten genannte Gewaltform in der Erziehung, gefolgt von der Ohrfeige. Jungen erfahren im Schnitt häufiger Gewalt in der Erziehung als Mädchen. Mit steigender Anzahl der Kinder in einer Familie wachsen leider auch die Bereitschaft bzw. die Gelegenheiten, Gewalt in der Erziehung auszuüben.

Das Handeln der Eltern liegt oftmals darin begründet, überfordert und gestresst zu sein oder alles richtig machen zu wollen. Auch zunehmender Druck durch die Arbeitswelt macht es Eltern schwer, die notwendige Ruhe, Nachsicht und Gelassenheit zu haben. Viele Eltern plagt nach der Ohrfeige ein schlechtes Gewissen.

Gewalt in der Erziehung ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft und zeigt, wie wichtig ein kinder- und familienfreundliches Klima in unserer Gesellschaft, auch und insbesondere in der Berufs- und Arbeitswelt der Erwachsenen ist. Sie zeigt darüber hinaus, wie wichtig Entspannungsräume sind, in denen wir die notwendige Ruhe finden, auch einmal Zeit für uns zu haben.

Wichtig sind zudem Beratungsstellen und Netzwerke, die gut ausgestattet sind, um Familien einen niedrigschwelligen Zugang zu Unterstützung und Hilfe zu gewähren.“

 

Magdeburg, 30. April 2018