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DIE LINKE Harz
Diskutierten über Europa und die EU-Förderung ländlicher Regionen wie dem Harz: 31. Wirtschaftspolitischer Frühschoppen der Harzer Linkspartei mit Kreischefin Evelyn Edler, Europaabgeordneten Dr. Martin Schirdewan und Landtagsmitglied Monika Hohmann (von links).

LINKE-Europaabgeordneter auf Harzer Wirtschaftsfrühschoppen - Harzer Dörfer und Projekte profitieren von EU-Förderprogrammen

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Harzkreis. Was haben das Deersheimer Dorfladen-Projekt, das Kloster Drübeck und das Tourismuszentrum im Harzgeröder Schloss gemeinsam? Sie alle profitieren vom EU-Fördermittelprogramm LEADER zur touristischen und wirtschaftlichen Förderung des ländlichen Raums. „Die EU und Brüssel sind eben nicht weit weg, wie manche glauben, sondern haben ganz konkreten Einfluss auf die Entwicklung unserer Dörfer und Städte hier vor Ort“, dass machte der LINKE-Europaabgeordnete Dr. Martin Schirdewan deutlich, der auf Einladung von LINKE-Kreischefin Evelyn Edler und LINKE-Landtagsmitglied Monika Hohmann am 31. Wirtschaftspolitischen Frühschoppen des Harzer Kreisverbandes teilnahm.

 

Vor zahlreichen Gästen gewährte der 42-jährige Europaabgeordnete einen faktenreichen Einblick in seine Arbeit in Brüssel und ging auf aktuelle Fragen zur weiteren Entwicklung der Europäischen Union ein. So wusste Schirdewan, dessen Schwerpunktthemen die Bereiche Wirtschaft, Währung, Finanzkriminalität, Steuerhinterziehung und Steuervermeidung umfassen, zu berichten, dass durch Steuertricks von Konzernen wie Google, Apple und Facebook EU-weit jährlich mindestens 200 Milliarden Euro in Steueroasen verschoben werden. „Dieses Geld fehlt uns hier vor Ort zur Sanierung unserer Schulen, Kitas, Freibäder, in der Pflege und bei der Bekämpfung von Armut“, kritisierte Schirdewan und forderte, Steueroasen wie Malta, Luxemburg und Irland trockenzulegen, das ruinöse Steuerdumping zu bekämpfen und Mindeststeuerquoten einzuführen.

 

Die Sorge um die finanziellen Auswirkungen des EU-Austritts Großbritanniens auf Sachsen-Anhalt treibt die Linkspolitikerinnen Edler und Hohmann um. Bisher erhält das Bundesland eine hohe EU-Regionalförderung aus Brüssel, die sich mit dem Ausscheiden der Briten allerdings verringern könnte. So rechnet Schirdewan mit einer dreistelligen Millionensumme, auf die Sachsen-Anhalt künftig verzichten müsste. Der Europapolitiker gab sich demonstrativ optimistisch: „Die globalen Herausforderungen machen nicht mehr an Ländergrenzen halt und können nicht mehr innerhalb der Nationalstaaten gelöst werden. Wir brauchen ein solidarisches und starkes Europa, welches die Interessen der Menschen in den Mittelpunkt stellt“, dafür wolle die LINKE kämpfen.